Sanierungsbedarf am Ulmer Münster

Wer die Diskussionen zum Ulmer Münster in den letzten Jahren verfolgt hat, konnte zu dem Eindruck kommen, daß erst mit der letzten Besetzung der Leitung des  Münsterbauamts die eigentlichen Aufgaben dieses Amtes richtig erkannt worden sind.

Erst in jüngster Zeit kommen bei einzelnen Bedenken auf, ob die im Münsterbauamt heute praktizierten Methoden dessen Aufgaben gut bekommen. Sie haben inzwischen auch eine Diskussion in der Südwest Presse aufkommen lassen:

Es geht um den von den Mitarbeitern der Münsterbauhütte erlebten Führungsstil, der zunehmend zu Personalwechseln geführt hat. Dies war mehrfach im vergangenen Jahr auch Thema in der Südwest Presse.

Es geht um die Dramatisierung von Sanierungsproblemen, bei denen der Eindruck erweckt wird, daß erst mit der jetzigen Besetzung die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet wurden.

Es geht, zum Beispiel bei der geplanten Elektrosanierung,  um überzogene Forderungen, die zu einem Primat der Technik zu Lasten des historischen Bauwerks führen.

Es geht auch um die Darstellung der Arbeit früherer Generationen, die konkreten Anlaß für Richtigstellungen gibt, wie das Beispiel zeigt:
 


 
 
Diese Kritik darf nicht die Verdienste der Nachfolge vergessen machen. Es ist ihr in den vergangenen Jahren gelungen, zusätzliche Finanzmittel in größerem Umfang zu erschließen und bisherige Zuweisungen zu sichern. Die oben dargestellten Probleme müssen und können gelöst werden. Die "harmonische Zusammenarbeit", auf die der frühere Münsterbaumeister in seinem Leserbrief hinweist, muß freilich dazu wieder ein größeres Gewicht erhalten.