Sanierung der Elektroanlagen am Ulmer Münster Geheimniskrämerei oder Offenheit Gelegentlich erfährt man "aus gut unterrichteten Kreisen" Neuigkeiten. Eine davon ist, daß bereits weitere größere Arbeiten endgültig beschlossen sind. Beispiel: Es wird beim Kutteltor (nach anderen Quellen beim Böblingerpfeiler) ein Pavillon gebaut, der die Funktion der jetzigen Pforte übernimmt. Dieser Pavillon wird nicht in der Regie der Münstergemeinde geführt, sondern an einen kommerziellen Betreiber verpachtet. Natürlich soll darüber strengstes Stillschweigen bewahrt werden. Man will den Ulmern nicht zu viel auf einmal zumuten. Die Meinung Außenstehender zu dieser Planung interessiert nicht. Was könnte sie auch noch zum Problem beitragen, wenn bereits einer oder mehrere Ausschüsse und Unterausschüsse der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde dem Vorhaben akklamieren durften. Diese Information ist die richtige Einstimmung
zum Site www.kirche-gestalten.de.
Dieser ist eine PR-Plattform der Evangelischen Landeskirche Württemberg.
Schon auf der Titelseite lesen wir:
Dabei taucht gleich die Frage auf: Bestehen
die Gemeinden nur aus Gremien und Angestellten, oder sollen dadurch auch
einfache Gemeindemitglieder künftig zum Mitdenken und Mitmachen angeregt
werden. Eine Ebene tiefer wird es gleich konkreter:
Wir haben uns also schon vorgenommen: Wenn
der Site www.münsterturm-ulm.de der Öffentlichkeit zugänglich
gemacht wird, dann melden wir ihn unverzüglich bei www.kirche-gestalten.de
zur Verknüpfung an. Ob es sich lohnt, auf das Ergebnis der Anmeldung
gespannt zu sein? Wir haben an dieser Stelle
Datum und Inhalt der Anmeldung sowie eingegangene Rückäußerungen
veröffentlicht.
Wir entnehmen dem PR-Site gleich noch einen
weiteren Vorsatz:
In Ulm ist mit dem Aufzug eines neuen Dekans
ein guter Start in diesem Sinn gemacht worden. Unserer Erinnerung nach
wird zum ersten Mal in den acht Jahren, in denen wir den Site www.muenster-ulm.de
aufgebaut haben und pflegen, im Internet auf die öffentliche Auslegung
der Haushaltspläne hingewiesen:
(www.muenster-ulm.de/gemeinde/gemeinde/brief.htm#zur Hinweis: Die Münstergemeinde hat - wohl im Mai 2006 - einen radikalen Umbau des Sites begonnen. Bis zur Fertigsstellung finden Sie nur einige Rumpfdateien, die an den alten Site erinnern.) In den alten Projekten können wir nichts von dieser neuen Offenheit entdecken. Im Gegenteil: Ein Haifischbecken. Man glaubt, einen Kampf aller gegen alle zu sehen, bei dem jeder die anderen möglichst mit der Umsetzung von eigenen Plänen überrascht mit der Folge, daß versucht wird, die Vorgänge innerhalb der Münstergemeinde gegen die Außenwelt abzuschotten. Nicht einmal die Südwest Presse wird bei ihrem Bemühen um die Unterrichtung der Öffentlichkeit ausreichend informiert. Das seien alles interne Vorgänge. Es wird sogar versucht, den Maulkorb, der kirchlichen Mitarbeitern wegen der Loyalität zum Dienstherrn verordnet wird, auch ehrenamtlichen Helfern umzulegen: "... bedenklich, wenn ... Ehrenamtliche ... öffentliche Stellungnahmen abgeben, ohne von den entsprechenden Leitungsgremien autorisiert zu sein." (23.3.06). Ein weiteres Totschlagargument gegen Kritik an den derzeitigen Zuständen ist die scheinbare Befürchtung: "Eine öffentliche Diskussion oder gar öffentlicher Streit schadet dem Münster – daran kann niemand Interesse haben." (22.6.06), das heißt "Right or wrong, my country!" Stillschweigen und solche Diskussionsverbote
sind nach unserer Meinung Dünger für die Übel, die zur Zeit
rund um das Münster wuchern; sie verhindern in unseren Augen eine
Besserung.
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